Urlaub in Griechenland gehört mittlerweile zu meinem Standard-Urlaubsprogramm. Ende September 2018 war es wieder einmal so weit. Ziel war das Hotel Philoxenia in Psakoudia. Ein Vier-Sterne-Hotel auf der Halbinsel Chalkdiki – südlich von Thessaloniki. Hier mein Reisebericht.

Die Lage

Der Ort Psakoudia liegt auf der Chalkidiki – genauer gesagt zwischen dem ersten und zweiten Finger.  Zum Flughafen Thessaloniki sind es von dort rund 100 Kilometer – entsprechend lange dauert die Anreise. Dafür ist der Flug recht kurz – rund 2 ½ Stunden von Düsseldorf aus.

Das Philoxenia liegt auf einer kleinen Anhöhe über Psakoudia rund 200 Meter vom Meer entfernt. Wer zum Strand will, muss gut zu Fuß sein, denn der Weg ist doch mitunter recht steil. Insbesondere, wer die Treppe nimmt. Einfacher ist es, den etwas längeren Weg durch den Pinienwald oder den ganz langen Weg über die befestigte Straße zu nehmen.

Wer Party machen will, der ist in diesem Hotel und diesem Ort völlig fehl am Platz. Es gibt dort auch nichts wirklich interessantes anzuschauen. Zum Relaxen und Erholen ist es jedoch hier genau richtig. Wer mehr erleben will, sollte sich ein anderes Hotel suchen. Wer Action und Erholung gleichermaßen in seinem Urlaub erleben möchte, braucht auf jeden Fall einen Mietwagen. Den könnt ihr direkt im Hotel oder auch im Ort selbst buchen.

Das Hotel

Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal im Philoxenia waren, hatte es noch drei Sterne, mittlerweile ist ein weiterer dazu gekommen. Vermutlich im Zuge der Umbaumaßnahmen zur Saison 2018. Die Zimmer waren also gerade frisch renoviert, als wir dort waren.

Das Hotel besteht aus mehreren zweistöckigen Gebäuden. Sie fügen sich sehr schön in das hügelige Gelände ein. Unser Zimmer war ganz oben auf dem Berg – und dazu noch in der zweiten Etage. Wir mussten daher täglich einige Meter Höhenunterschied bewältigen.

Zum Glück liegt das Gebäude mit dem Speisesaal ziemlich zentral, so dass er von allen Zimmern recht schnell zu erreichen ist. Perfekt ist, dass es sehr viele Sitzplätze im Freien gibt. Wir lieben es, an der frischen Luft zu essen.

Alle Außenplätze sind überdacht, so dass man auch bei Regen dort sitzen kann. Bei Wind und schlechtem Wetter werden die seitlichen Wände mit einer durchsichtigen Plastikfolie geschlossen, so dass kein Durchzug zu befürchten ist.

Unterhalb des Speisesaals liegt die Poolbar. Allerdings sind die Getränkepreise dort ziemlich heftig. Für einen Cocktail verlangen sie 10 Euro, zwischen 18:30 Uhr und 22:45 Uhr gibt es allerdings eine Happy-Hour, hier kosten Cocktails dann nur noch 7 Euro. Für Bier und andere Getränke gilt die Happy-Hour allerdings nicht.

Im Hotel ist generell nur Halbpension. Wer mittags etwas essen möchte, kann an der Poolbar zwischen einigen wenigen Gerichten wählen. Wesentlich besser ist es, wenn ihr die paar Meter in den Ort lauft. Dort gibt es einige Pizzerien und Tavernen.

Wir lieben die Taverne „Nikos“, die wir bereits bei unserem ersten Aufenthalt schätzen gelernt haben. Hier gibt es verschiedene typisch griechische Gerichte vom Grill oder aus dem Backofen. Leider endete die Saison bei Nikos zum ersten Oktober. Wir haben daher nur zu Beginn unseres Urlaubs dort essen dürfen – und da hatten sie bereits nicht mehr alle Gerichte im Sortiment.

Der Pool

Der Pool im Philoxenia hat seine besten Tage bereits hinter sich und hat im Zuge der Renovierungsarbeiten kein Update erfahren. Vielleicht kommt es nächstes Jahr, denn wie wir erfahren haben, soll das Hotel vergrößert werden.

Doch zurück zum Pool – er ist geschätzt rund 30 Meter lang und 10 Meter breit. Es lassen sich also gut Bahnen schwimmen. Auf der einen Seite ist der 90 Zentimeter tief, auf der anderen Seite 2,80 Meter.

Direkt an den Erwachsenenpool angeschlossen gibt es ein Kinderbecken, das etwa 70 bis 80 Zentimeter tief sein dürfte. Ich habe es allerdings nicht getestet. Um ehrlich zu sein war ich in diesem Urlaub gar nicht schwimmen. Erst war es gruseliges Wetter mit 16 Grad und Regen, dann war ich erkältet. Eine Folge des Kälteeinbruchs.

Ich lag daher meist nur in der Liege neben dem Pool – die Liegen sind neu und recht bequem. Auch für große und schwere Menschen. Allerdings sind nur wenige Sonnenliegen vorhanden. Lieber haben die Hotelbetreiber noch zusätzliche Tische und Stühle für die Bar aufgestellt. Dabei war dort nur wenig Betrieb wegen der gepfefferten Preise.

Ein Highlight am Pool war stets der Besuch der Katzenbabys. Diese kannten überhaupt keine Scheu und teilten gerne die Liege mit uns. Wenn man nicht aufpasste, hockte plötzlich ein Wollknäuel auf dem Bauch. Mein Lieblingskätzchen nannte ich Pünktchen, da es fünf Punkte auf dem Rücken hatte. Ist es nicht süß,wie es völlig entspannt auf meiner Liege schlummert?

Die Zimmer

Als wir zum ersten Mal im Philoxenia waren, hat uns die die Einrichtung nicht besonders gefallen. Sie war altbacken und abgewohnt. Das hat sich nach der Renovierung sehr zum Positiven gewendet. Ob bereits alle Zimmer renoviert sind, kann ich nicht hundertprozentig sagen, aber ich glaube es zumindest.

Das Badezimmer war früher klein und ist jetzt natürlich immer noch recht klein. Auch wenn es schön aussieht. Für große Menschen wie mich ist es daher nicht ideal – zumal es außerdem an Ablagemöglichkeiten mangelt.

Die Dusche ist wirklich modern. Sie ist mit einem Duschsystem – bestehend aus Kopfbrause und Handbrause bestückt. Ein Thermostat haben sie uns leider nicht spendiert – und so pendelte die Wassertemperatur doch extrem zwischen „zu kalt“ und „zu heiß“. Eine Wohlfühltemperatur einzustellen, war praktisch nicht möglich.

Schön war zumindest die Glasdusche mit Schiebetür. Dank Eckdusche konnte ich meinen breiten Körper doch einigermaßen unfallfrei in die enge Dusche bugsieren. Viel breiter und größer als ich dürft ihr allerdings nicht sein, dann könnte es wirklich eng werden.

Das Bett war so einigermaßen bequem. Wer von Zuhause Maße von 2 x 2,20 Meter kennt, wird wahrscheinlich alles andere als zu klein empfinden. Die Woche haben wir aber irgendwie rumgebracht. Die Matratze sorgte zumindest nicht für Rückenschmerzen, wobei sie zum Rand hin etwas abschüssig wurde. Hier musste man aufpassen, dass man nicht unfreiwillig die Liegewiese verlässt.

Unnötig war in unserem Fall, dass im Zimmer zusätzlich noch ein Doppelstockbett stand. Wir haben es nicht benötigt und hätten uns stattdessen mehr Stauraum für unsere Klamotten gewünscht. Den hatten wir erst, als wir die Decken aus Kleiderschrank verbannten.

Zum Zimmer gehörte ein Balkon, der für zwei bis drei Personen ausreichend groß war. Es gab dort außerdem ein Trockengestell für nasse Handtücher oder feuchte Klamotten. Zu den Nachbarbalkonen gab es Milchglasscheiben, so dass die Privatsphäre einigermaßen gewahrt blieb.

Etwas nervig war, dass vor unserem Zimmer die Mülltonnen standen – und die wurden täglich geleert. Und das bereits am frühen Morgen. Wir waren in Block C, den wir deshalb nicht empfehlen würden. Zumal der Verkehrslärm hier doch noch einigermaßen laut zu hören war.

Der Strand

Das Philoxenia liegt nicht direkt am Strand, wie ich bereits eingangs geschrieben habe. Ich möchte aber dennoch einige Worte darüber verlieren.

Der Ort Psakoudia besteht im Prinzip nur aus einer Straße – auf der einen Seite stehen die Häuser, auf der anderen Seite ist der Strand. Dieser ist nicht besonders breit, dafür schön feinsandig, so dass die Badeschuhe zuhause bleiben können.

Der Strand besteht aus verschiedenen Abschnitten, an denen jeweils andere Anbieter ihre Liegen und Sonnenschirme aufgestellt haben. Schön finde ich, dass ihr nicht direkt für die Strandliegen bezahlen müsst.

Es wird lediglich erwartet, dass ihr Getränke und Speisen von der jeweiligen Kneipe kauft. Wir haben dann zum Beispiel eine Cola oder ein Bier gekauft und sind solange geblieben wie wir wollten. Es kam dann niemand mehr, der uns aufforderte noch mehr zu kaufen. Und die Preise für die Getränke sind wirklich human – zumindest verglichen mit den Hotelpreisen.

Ihr könnt euch aber natürlich auch direkt in den Sand legen, wenn ihr keine Liege braucht. Das ist dann wirklich kostenlos.

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