Meine Lebensgefährtin und ich sind echte Griechenland-Fans, mindestens einmal, oft auch zweimal im Jahr zieht es uns dort hin. Vor zwei Jahren haben wir eine echte Perle entdeckt – Thasos. Warum wir die Insel lieben? Hier erfahrt ihr es.

Über die Insel

Thasos (mitunter auch Thassos geschrieben) liegt einige Kilometer vor der Küste in der Nord-Ägäis, grob gesagt zwischen Thessaloniki und Istanbul. Geographisch zählt sie zum östlichen Teil von Makedonien.  Sie ist nicht wirklich groß, laut Wikipedia sind es rund 380 Quadratkilometer. Die Wege sind daher ziemlich kurz. Etwa 20 Kilometer von Norden nach Süden und die gleiche Strecke nochmal von Westen nach Osten. Die Insel ist nämlich fast kreisrund.

Die Fahrtstrecke ist allerdings länger, denn prinzipiell gehen die wichtigen Straßen einmal rund um Thasos – immer der Küste entlang. Mittig ist es ziemlich gebirgig, so dass es hier nur wenige Wege gibt. Für kleinere Ausflüge in die Inselmitte reicht das jedoch aus. Wollt ihr vom Hafen schnellst möglich zu eurem Hotel kommen, ist jedoch die Küstenstraße angesagt.

An- und Abreise

Der Hafen von Limenas ist der Ausgangspunkt für jeden, der auf die Insel kommt. Einen Flughafen gibt es nicht, nur eine Fähre vom Festland, von Keramoti genauer gesagt. Ihr müsst also erst einmal eine kleine Bootstour unternehmen, ehe ihr Thasos erreicht. Wir genießen das aber nach dem Flug, uns den milden Wind um die Nase wehen zu lassen.

Apropos Flug: Der nächste Flughafen liegt etwas außerhalb von Kavala. Er ist etwa 20 Fahrminuten vom Fährhafen entfernt. Dort landen nur eine Handvoll Flieger pro Tag, wir waren bisher immer alleine, wenn wir dort abgeflogen oder angekommen sind. Echt entspannend, wenn man den sonstigen Rummel auf den Flughäfen gewohnt ist.

Etwa 35 bis 40 Minuten dauert die Überfahrt. Wer mit dem Reisebus zum Hotel transferiert wird, kann sein Gepäck einfach im Bus lassen und sich einen schönen Platz auf oder unter Deck suchen. Doch Vorsicht vor den Möwen. Es gibt immer Mitreisende, die diese unbedingt füttern müssen. Die Möwen danken es mit einer gewaltigen Kackorgie.

Blick auf Limenaria

Wichtige Orte

Größere Ansiedlungen gibt es auf Thasos keine, einige Orte, die ich bei meinen Urlauben dort besucht habe, möchte ich dennoch kurz vorstellen.

Limenas

Den wichtigsten Ort auf Thasos habe ich bereits erwähnt. Es ist Limenas – oder Limenas Thasou, wenn ihr den vollständigen Namen wissen wollt. Dort laufen alle Fäden zusammen, denn fast jeder Urlauber legt dort am Hafen an. Es gibt zwar noch einige kleinere Häfen, aber die großen Autofähren halten dort nicht.

Auch wenn Limenas der Hauptort auf Thasos ist, hat er dennoch nur etwas mehr als 3.000 Einwohner. Das Leben spielt sich hier hauptsächlich rund um den Hafen ab, wo es einige Tavernen gibt. Sehenswert ist zum Beispiel das antike Theater, einige Strände gibt es dort auch. Der berühmte Thassos-Marmor, der bereits von den alten Römern geschätzt wurde, wird in Limenas verschifft.

Limenaria

Gehen wir ans andere Ende der Insel, dort liegt Limenaria, die zweitgrößte „Stadt“ auf Thasos. Die Sehenswürdigkeiten sind dort sehr übersichtlich: Es gibt einen Hafen, eine schöne Standpromenade und ein paar Tavernen. Über dem Ort liegt die Krupp-Villa. Eine Tochterfirma von Friedrich Krupp hat dort für einige Jahre Eisenerz abgebaut.

Einen kurzen Fußmarsch von Limenaria entfernt liegt Potos. Dort haben wir die beiden Male Urlaub gemacht, als wir auf Thasos waren. Einmal in einem Hotel direkt am Strand, einmal auf einem kleinen Hügel außerhalb des Ortes. Das kleine Dörfchen ist sehr touristisch geprägt, es gibt dort alles, was das Urlauberherz begehrt. Neben einem langen Strand noch zahlreiche Tavernen, Bars und Restaurants sowie die obligatorischen Souvenierläden.

Theologos

Theologos ist ein kleines Bergdorf, etwa elf Kilometer von Potos entfernt. Manche unserer Hotel-Mitbewohner sind dort mutig hochmarschiert. Ich wollte das meinem XXL-Körper nicht zumuten. Unter dem Ägypter Muhammad Ali Pascha war der Ort die Inselhauptstadt und der bevölkerungsreichste Ort. Das war 1813.

In Theologos könnt ihr einige schöne Häuser und Herrenhäuser anschauen. Auch der orthodoxe Friedhof mit seinen kunstvollen Gräbern zieht viele Besucher an. Und es gibt einige tolle Tavernen, in denen ihr echt leckere, traditionelle Gerichte essen können. Zum Beispiel Ziegenfleisch. Mein Fall ist Ziege auf dem Teller allerdings nicht.

Sonnenuntergang beim Hotel Alexandra Beach

Meine Hotels

Wie eingangs erwähnt war ich zweimal auf Thasos – und beide Male hatten wir echt tolle Hotels. Zwar grundverschieden aber dennoch einmalig.

Astir Notos

Das Astir Notos ist ein kleines, inhabergeführtes Hotel etwas oberhalb von Potos. Es besteht aus einem Haupthaus mit kleinem Pool und einer kleiner Apartmentanlage etwa 100 Meter davon entfernt. Wir waren dort im Astir Notos Deluxe. Die Apartments waren gerade frisch eingeweiht worden als wir dort waren. Sie haben sich den Namen „Deluxe“ echt verdient.

Obwohl nur 4 Sterne, ist die Einrichtung luxuriös und stylisch. Nicht abgewohnter Mief, wie man ihn oft im Süden anfindet. Zur Apartmentanlage gehören noch ein kleiner Pool und ein Whirlpool. Zum Essen oder an die Bar musste man zum Haupthaus – das ist aber überhaupt kein Problem.

An dieser Stelle noch ein Gruß an die kleine, rote Katze, die sich sehr wohl bei uns gefühlt hat. Haben wir die Tür aufgelassen, sprang sie aufs Bett. War die Tür zu, hat sie auf unserer Terrasse in einem Stuhl übernachtet. Und am Pool versteckte sie sich unter unserer Liege, wenn sie mal wieder die großen Katzen geärgert hatte.

Hier geht es zur Website des Hotels

Die rote Katze fühlte sich auf unserer Terrasse sichtlich wohl

Alexandra Beach Thasos Spa

Wesentlich größer als das Astir Notos ist das Alexandra Beach Hotel. Wie der Name vermuten lässt, liegt das Hotel direkt am Strand. Es besteht aus mehreren Gebäuden, einem Haupthaus und mehreren zweistöckigen Wohngebäuden im Bungalowstil. Insgesamt hat das Hotel 230 Zimmer, einige haben sogar einen Privatpool vor der Terrasse.

Gefallen hat uns dort vor allem die Außenanlage, die sehr gepflegt und mit Designermöbeln bestückt ist. Der Außenbereich liegt direkt über dem Meer auf einem Felsen und ist mit einer Glasbalustrade eingezäunt. Hier fühlten wir uns wie auf einem Kreuzfahrtschiff, denn außer Meer gab es dort nichts zu sehen. Dazu hatten sie echte leckere Cocktails, so dass wir fast jeden Abend dort verbracht haben.

Es gibt einen größeren Pool für die Allgemeinheit, zwei, drei Whirlpools und sogar eine kleine Kapelle. Morgens und abends wird im Speisesaal mit großer Außenterrasse gegessen. Außerdem gibt es eine Taverne, die tagsüber geöffnet hat.

Ein kleines Ärgernis waren die vielen Katzen auf der Anlage. Zu unserer Zeit gab es gerade viele Katzenbabys. Die sahen echt putzig aus, doch sie kannten überhaupt keine Scheu. So sprangen sie uns zum Beispiel beim Essen auf den Schoß oder gar auf den Tisch.

Hier geht es zur Website des Hotels

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